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Edgar Wallace: Die drei Gerechten
Kindle Edition, 2014. Druck-Ausgabe: 325 Seiten – Edgar LinksEdgar Literatur
In meiner Jugend war Edgar Wallace zunächst der Krimiautor schlechthin. Erst durch Neugier kam ich auf Agatha Christie, Victor Gunn und durch meine Tante auf Georges Simenon.
Edgar Wallace schrieb 123 Kriminalromane. Gleich der erste 1905: The Four Just Men [Die vier Gerechten] wurde ein Erfolg. Nach vielen anderen Krimis in rascher Folge griff Wallace das Thema der vier Gerechten noch mehrmals auf: 1921 The Law of the Four Just Men [Das Gesetz der Vier, 1929] und 1926 The Three Just Men [Die drei Gerechten, 1927].
Hier geht es also um den dritten (wenn ich nichts übersehen habe)  Aufguß des Themas: Vier oder drei Amateurrichter arbeiten hinter dem Gesetz her. Wo dieses  – der Meinung der Gerechten nach – versagt, vollstrecken die Drei oder lassen vollstrecken.
Die drei Gerechten startet trickreich. Miss Mirabelle Leicester wird ganz gezielt vom Land nach London als Sekretärin in einem chemischen Laboratorium engagiert. Hinter der nach außen rechtschaffenen Firma Oberzohn & Smitts, die ihr die Stelle zuschanzte, steht eine Bande, die Miss Leicester deren Erbe (von dem sie noch nichts weiß) abjagen will. Die drei Gerechten wollen der Oberzohn-Bande (die unbequeme Gegner durch Schlangenbisse aus dem Weg schafft) das Geschäft versalzen.
Die Handlung ist verworren, dagegen ist die Handlung von Giuseppe Verdis Il Trovatore geradlinieg. Nach den Einstiegskapiteln wartete ich vergeblich auf den Handlungsfaden. Ich wußte oft nicht, wer zu wem gehört und um was es ging. Wallace läßt jede Menge handelnder Personen auffahren.
Irgendwann (leider erst nach der Hälfte des Krimis) durchblitze es mich: will ich das weiterlesen? Nein, warum denn?
Vielleicht liegt die aufkommende Langeweile auch teilweise an der schlechten Übersetzung. Dabei hat Richard Küas anscheinend viele Wallace-Bücher übersetzt. Hier in Die drei Gerechten kam es mir manchmal vor, als hätte eine Software die Übersetzung durchgeführt. Gelegentlich werden unter „Hrsg” kurze Erläuterungen eingesprengselt.
Schon in Fünfzigern schienen mir die Wallace-Krimis obgleich meist spannend, doch verworren. Die genannten späteren Entdeckungen an Krimiautoren (Agatha Christie, Victor Gunn, Georges Simenon) überzeugten mich weit mehr. Nicht zu reden von den vielen jüngeren ausgezeichneten Krimiautoren.
Die drei Gerechten reihte ich in meine Übersicht von Literatur Schlaffies ein. Der Roman raubte mir einige Stunden Lebenszeit. Keine Empfehlung.
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