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Schlüter
Herbert Schlüter: Nach fünf Jahren
München: Weismann, 1948. 160 Seiten. 2. Aufl. – Herbert LinksHerbert Literatur
Auf dem Landgut der etwa dreißigjährigen Victoria in Wolkin (irgendwo im NO Deutschlands) treffen Verwandte und Bedienste aufeinander. Der dreizehnjährige Peter erzählt, wie sich Wahlverwandtschaften entwickeln. Doch ein mehr wissender Erzähler mischt sich auch ein. 
Fünf Jahre später sieht manches anders aus und der Leser wird von den verschiedenen Beziehungen überrascht. Die Zeit ändert vieles. Doch vieles davon steht nicht in der Gewalt der handelnden Personen. Peter erfährt die "Gesetzmäßigkeit des Schicksals" (S. 91).
Dabei erkennt der Leser, was von den einzelnen Personen versäumt wurde, wohl auch, warum es manchmal vorteilhaft war, es zu versäumen.
Autor Herbert Schlüter (1906–2004) schrieb Nach fünf Jahren 1933, dem Jahr als er freiwillig ins Exil ging (Paris, Mallorca, Dubrovnik, Italien). Er zeigt sich hier als genauer Beobachter menschlicher Beziehungen aus der Sicht des Kindes und dann des Jugendlichen.
Neben Goethes Wahlverwandtschaften fühlte ich mich am ehesten an Eduard von Keyserling, William S. Maugham und Siegfried von Vegesack (zu allen drei siehe Herbert Links) erinnert.
Lesenswerte Studie zu feinen Beziehungen und der Hobelwirkung der Zeit. Nach fünf Jahren war lange vergriffen und wurde 2008 lobenswerterweise neu aufgelegt.
Links
SchlüterHerbert Schlüter
SchlüterLilienfeld Verlag
SchlüterClaudine Borries: "(Liebes-) Irrungen und Wirrungen in den Zwanziger Jahren". Die Berliner Literaturkritik, 02.12.08
SchlüterJan Valk: "Der weite Weg des Herbert Schlüter". LitColony
SchlüterGernot Krämer: "Subtile Meisterschaft der Dialoge", dradio 12.01.2009
Herbert Eduard von Keyserling
Herbert William Somerset Maugham
Herbert Siegfried von Vegesack
Literatur
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schlüter SchlüterHerbert Schlüter: Nach fünf Jahren. Düsseldorf, Lilienfeld, 2008. Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 22.2.2009