Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Czibulka
Alfons von Czibulka: Das Abschiedskonzert
Gütersloh: Bertelsmann, 1949. 270 Seiten – AutorLinksLiteratur
Die Kapelle des Fürsten Nikolaus Esterházy unter der Leitung des genialen, aber aufgrund der Fülle seiner Kompositionen (die nicht alle auf höchster Höhe sein können: Nur der Mittelmäßige ist ständig in Hochform) etwas verkannten Joseph Haydn (31.3.1732 Rohrau, NÖ – 31.5.1809 Wien) zieht in die ungarische Sommerresidenz. Da sie erstmals die Frauen mitnehmen dürfen kommt es zu einigen Komplikationen. Der Brauch des Fensterlns ist auch östlich von Bayern verbreitet. Für weiteren Aufruhr sorgt der Besuch der Kaiserin Maria Theresia (13.5. 1717 Wien – 29.11. 1780 Wien; Königin von Ungarn und Böhmen). Dieser Besuch in 1773 veranlaßte Haydn zur Komposition der Sinfonie Nr. 48, Maria Theresia. Um sie und die Abschiedssinfonie, Sinfonie Nr. 45, dreht sich die zweite Hälfte des Romans.
Czibulka erzählt sehr beschaulich und betulich. Da ist oft von den "östlichen Gemarken des Abendlands" die Rede und fern schimmern schon die deutschen Gebirge (S. 51), was ich stark bezweifle. Die Abschiedssinfonie wurde bereits 1772 komponiert, doch Czibulka platziert sie in dichterischer Freiheit nach der Sinfonie für Maria Theresia.
Mehrfach erwähnt der Autor die Entfernung Wien - Sommerresidenz mit 10 Meilen (S. 181, S. 216). Trotzdem veranschlagt er dafür etwa 5 Stunden mit der Kutsche. Das müssen lange Meilen sein.
Wie überholt Alfons von Czibulka derzeit ist, zeigt sich daran, daß seine Werke nur antiquarisch erhältlich sind.
czibulka Anfang
Alfons Hubert Leo Ritter von Czibulka, späteres Pseudonym: Alfons von Birnitz
28.6.1888 Schloss Radborsch [Radbor] bei Kolin bei Prag – 22.10.1969 München
Offizier in beiden Weltkriegen, Maler und Schriftsteller.
Ab 1918 in München; 1938 Dichterpreis der Stadt München; ungeachtet lobender NS-Presseberichten war Czibulka kein Nazianhänger. Er verfasste vor allem historische und biografische Romane, Erzählungen und Hörspiele aus der k. u. k. Donaumonarchie.
Nicht verwechseln mit dem gebürtige Ungar Alfons Czibulka, 14.5.1842 Szepes-Vàrallya – 27.10.1894 Wien. Komponist, Musiklehrer und Kapellmeister.
Links
czibulkaÖsterreich Lexikon
czibulkaGlossar zu Alfons von Czibulka
czibulkaJoseph Haydn
czibulkaMaterialien zum Thema Joseph Haydn
czibulka Anfang
Sekundärliteratur
Pecher, Claudia: "Majestät und Liebe. Wie Kaiserin Maria Theria eine »Jungfernfahrt« auf der Donau erlaubt und ein donauschwäbisches Soldatendorf bevölkerte. Zu Alfons von Czibulkas Roman »Die Brautfahrt nach Ungarn«". In: Literatur in Bayern 76 (2004). S. 44-50
In diesem informativen Beitrag geht es nicht nur um das im Titel genannte Werk: man erfährt auch viel über Alfons von Czibulka.
  Bei Amazon nachschauen
Alfons von Czibulka: Das Abschiedskonzert. Gütersloh: Bertelsmann, 1949. 270 Seiten knispel
Claudia M. Knispel: Joseph Haydn. Reinbek: Rowohlt, 2003. 160 Seiten Czibulka
czibulka Anfang

Czibulka
Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 21.9.2004