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Edith Kneifl: Endstation Donau: Ein Wien-Krimi
Innsbruck: Haymon, 2014. Gebunden, 264 Seiten – Edith LinksEdith Literatur
Auf dem Donaukreuzfahrtschiff „MS Kaiserin Sisi” haben Katharina Kafka und Orlando auf Anraten von  Katharinas Onkel angeheuert. Diesem kommt einiges auf dem Schiff sonderbar vor. Die Amateurdetektive Katharina und Orlando sollen aufklären helfen. Irgendwann sieht Katharina, die Ich-Erzählerin im Handlungsstrang Kreuzfahrtschiff, eine Leiche durchs Bullauge. Sie hat den starken Verdacht, dass es sich um Danielas Freund handelt, dessen Verschwinden  aber anscheinend nicht groß bemerkt wird. Doch trotz Onkels Auftrag unternimmt Katharina wenig. Sie will Daniela befragen. Diese kommt in ihre Kabine, doch  Katharina fragt nichts. Erst Daniela selbst bringt das Gespräch auf ihren verschwundenen Freund Adrian.
Ähnlich gummiartig zieht sich die gesamte Handlung auf dem Kreuzfahrtschiff. Bis zur Mitte des Romans passiert dort wenig. Viel Text nehmen die Ausflüge aufs Land und (kultur)historische Erläuterungen dazu ein. Das gipfelt am Ende des 19. Kapitels (!) darin, dass Katharina Angst hat (!) eine zweite Leiche zu sehen.
Die Leser bleiben bei der Stange, da im raschen Wechsel ein zweiter Erzählstrang in Ganoven- und Mafiakreisen in Wien abläuft. Hauptpersonen sind hier die Kleinganoven Toni und Marko. Doch auch da zieht sich die Handlung bis zu Überfällen auf Juweliere hin. Als Toni falsch verdächtigt wird muss er in den Untergrund abtauchen. Es wird kurzzeitig  spannend. Leider geht Toni noch konfuser vor als die beiden Amateurdetektive auf dem Schiff.
Einiges erschien literarisch und krimitechnisch fragwürdig. So wird Toni am linken Oberarm angeschossen. Er desinfiziert die Wunde selbst, näht sie mit 4 Stichen (!) und verbindet sie (25. Kapitel). Schon das eine Szene reif für jedes B-Movie. Kurz darauf wird festgestellt, dass die Schmerzen in seinem rechten Arm nicht nachlassen. Kamen sie vom Nähen oder Verbinden?
Die Verkettung der beiden Erzählstränge gelingt über gemeinsame Roma-Abstammung der Protagonisten. Hier bringt die Autorin mit Thematisierung deren Diskriminierung etwas Sozialkritik in den Roman.
Unterm Strich bleibt der Krimi breiig, schluddrig und wenig inspierend.
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