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Heinrich Spoerl
Heinrich Spoerl: Der Maulkorb
Reinbek: Rowohlt, 1961. 153 Seiten
Oft ist es übertrieben, wenn man behauptet, ein Buch auf einen Satz ausgelesen zu haben. Dieses kaufte auch auf dem Bücherei-Flohmarkt und zog es in einem Aufwasch hinunter.
Witzig und turbulent, trotzdem man noch die – wie ich meine, gute – Verfilmung im Hinterkopf hat. Der 1887 in Düsseldorf geborene Heinrich Spoerl promovierte in München zum Dr. jur. Er vermag es deshalb diesen Roman um einen Staatsanwalt farbig und kenntnisreich zu schildern.
Eine Szene im Gericht mag dies verdeutlichen.
Zeuge: "Ich habe es mir anders überlegt. Ich werde aussagen. Aber – falsch."
"Wieso falsch?"
"Sie hören doch: Ich verweigere die Aussage nicht, ich werde alles sagen und alles beantworten, was Sie von mir haben wollen. Aber es wird nicht die Wahrheit sein. Ich werde Falsches sagen."
Für mich als Jura-Laien eine interessante Konstellation: keine Aussageverweigerung, keine Falschaussage (?), da der Zeuge ja betont, er sage falsch aus Und damit wird die gesamte Aussage wieder richtig.
Aber diese juristischen Feinheiten werden im Roman nicht wissenschaftlich untersucht, sondern gehen als Spässe in die Handlung ein. Kurzum: selbst lesen.
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spoerl Heinrich Spoerl: Die Feuerzangenbowle. Eine Lausbüberei in der Kleinstadt. München: Piper, 2002. Taschenbuch, 158 Seiten
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Das Beste. Die Feuerzangenbowle - Der Maulkorb - Der Gasmann. München: Piper, 2001. Taschenbuch, 313 SeitenSpoerl spoerl

Spoerl Heinrich
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