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Artur Michael Landgraf
Artur Michael Landgraf
27.2.1895 Traunstein – 8.9.1958 Bamberg – RezensionenLiteraturLinksRezensionen (allgemein)Zitate
Prof. Dr. theol., Weihbischof, Schriftsteller;
* 27. Februar 1895 Traunstein, Ludwigsstrasse; sieben Geschwister; da der Vater Bahnbediensteter war, wechselte Landgraf öfters den Wohnort. Der Vater war 1898 leitender Ingenieur beim Bahnbau Thann-Matzbach – Haag und 1902 an der Strecke Reitmehring – Wasserburg.
1900-04 Volksschule in Wasserburg am Inn und Rosenheim
1904-07 Gymnasium Rosenheim
1907-13 Neues Gymnasium Nürnberg; Entscheidung für den Beruf als Priester; da das Priesterseminar Bamberg wurde er (wegen Überfüllung?) nicht aufgenommen, stattdessen aber nach Empfehlung seines Gymnasiallehrers August Orgeldinger (1866–1941):
1913 Alumnus im Collegium Germanicum et Hungaricum, Rom; Studium philosophischer Fächer an der Universität Gregoriana des Vatikans
1. Mai 1915 Militärdienst beim 19. Infaterieregiment in Erlangen (5 1/2 Monate)
1915-16 Fortsetzung des Studiums an der Universität Innsbruck, dem Exilort der Germaniker
5. Juli 1916 Abschluß des Philosophicums
16. Juli 1916 Subdiakonweihe
Herbst 1916 Studium der Theologie an der Universität Innsbruck
Februar – April 1918 Militärkrankenwärter in München
4. August 1918 Priesterweihe im Bamberger Dom
1918 für 6 Wochen Kooperator in Kirchröttenbach, Fränkische Schweiz
1. Oktober 1918-1919 Universität Innsbruck
1919-1922 Universität Gregoriana des Vatikans (dazwischen 1919/209 Präfekt der Philosophenkammer)
1920 Dissertation über die läßliche Sünde: Doktor der Theologie summa cum laude
1922 Magister aggregatus (mit Lehrbefugnis)
1. Juli 1922 Domvikar und erzbischöflicher Sekretär bei Erzbischof Jacobus von Hauck (1861-1943) in Bamberg
1. Oktober 1924 Ao. Professor für Dogmatik und Apologetik an der Philosophisch-theologischen Hochschule Bamberg; später Ordentlicher Professor; damit begannen fast 20 Jahre wissenschaftliche Tätigkeit
1. November 1929 – 31. Mai 1930 Visiting Professor an der Catholic University of America, Washington, D.C.; anschließend wieder an der Bamberger Universität
1. Dezember 1937 – 30. September 1939 Ordinarius für dogmatische und patristische Theologie an der Catholic University of America, Washington, D.C.
9. Oktober 1939 Zwangsschließung der Philosophisch-theologischen Hochschule Bamberg; Landgraf widmete sich in der Zwangspause seine wissenschaftlichen und literarischen Tätigkeiten. Häufige Aufenthalte in Höselstal, nahe Isen, die zum ersten Roman Hieselsthal führten.
17. Oktober 1943 Titularbischof von Eudocia und Weihbischof in Bamberg;
23. Oktober 1943 Ernennung zum Domkapitular (Drei Tage vor einem der wichtigsten Tage des 20. Jahrhunderts landgraf Geburtstag 26. Oktober 1943).
26. Februar 1944 förmliche Entlassung als Professor der Hochschule Bamberg
April 1945 Durch mutigen Einsatz u. a. von Weihbischof Artur Michael Landgraf wurden den Orten Bamberg, Hollfeld und Pottenstein weitere Zerstörungen erspart; siehe Christian Stößel unter Links
8. September 1947 Honorarprofessor für Dogmatik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Bamberg
29. September 1950 Ernennung zum Domdekan
1953 Auseinandersetzung um angebliche Marienerscheinungen in Heroldsbach. Landgraf setzte sich für ein kirchliches Verbot der Verehrung Mariens auf dem Erscheinungshügel aus.
Besuchte auch später des öfteren (meist von Höselsthal bei Isen kommend) Wasserburg, in seiner Zeit als Weihbischof fast regelmäßig einmal im Jahr.
8. September 1958 † Bamberg
Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum - Biblioteca in Rom, Via S. Nicola da Tolentino 13, mit der Sondersammlung „Bibliotheca Landgrafiana“ des Dogmengeschichtlers und Bamberger Weihbischofs Artur Michael Landgraf.
Belletristische Werke
Eine Sonnenfahrt. Reisegeschichten aus Italien und Rom 1924
Die Einsamen und das Gewitter 1937; war zum Erscheinen im St.-Otto-Verlag vorgesehen, wurde jedoch bei der Schließung des Verlags auf Befehl der Gestapo eingestampft. Das scheinbar einzige verbliebene Exemplar ist in der landgraf Sondersammlung „Bibliotheca Landgrafiana“
 
Hieselstal. München: Kösel-Pustet, 1941 landgraf Rezension
Nach Kriegsende: zahlreiche Beiträge in der Kirchenzeitung Bambergs, das St.-Heinrichsblatt; neben theologischen auch Reiseberichte aus Rom und der Schweiz  
Pflüger im steinigen Acker. Bamberg: Bayerische Verlagsanstalt, 1953
Die Madonna mit der Birne. Bamberg: Bayerische Verlagsanstalt, 1954
 
Die verschwundene Madonna und andere Geschichten der Haflinger Tischrunde. Nürnberg: Sebaldus, 1954 landgraf Rezension
Sommerspiel in San Pastore. Nürnberg: Sebaldus, 1955
Der verlorene Ruf. Bamberg: Bayerische Verlagsanstalt, 1955
Das Glück der letzten Baracke. Die Papiere des Georg Kolmer. Bamberg: Bayerische Verlagsanstalt, 1956
 
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Literatur
Baumgartner, Hans Hg.: Gleichwie der Inn fliest alls dahin. Wasserburger Lesebuch. Wasserburg: Wasserburger Verlag, 1988. 432 Seiten. Auszüge aus belletristischen Werken, kurze Biografie.
Machilek, Franz: "Artur Michael Landgraf 1895-1958". In: Fränkische Lebensbilder, Bd. 16. Alfred Wendehorst, Hg. Neustadt a.d. Aisch 1996. S. 241-269. Mit ausgezeichneter Bibliografie
Noderer, Josef (Pfarrer zu Albaching): "Unsere Heimat im Roman". In: Bernhard Ebneth, Hg.: Heimat am Inn. Blätter für Heimatkunde und Heimatpflege ... Nr. 9. 1995. S. 72. Kurze Besprechungen.
Sterzl, Anton: "»Poeta doctus«. Die belletristischen Schriften Landgrafs. Ein Gedenken zum 20. Todestag am 8. September 1978". In: Korrespondenzblatt für die Alumnen des Collegium Germanicum et Hungaricum. 85, 1978, 59-62. Siehe: Poeta doctus Poeta doctus - Poeta faber ...
Stößel, Christian: "Die Geheimverhandlungen am 2. April 1945 in Hollfeld. Vergessen – Erinnerung – Dankbarkeit !?" 38-seitige Dokumentation des Autors.
Ziegler, Hans: "Rosenheim und seine Literatur. Mehr als 250 Bücher und Autoren nachweisbar". In: Werner Krämer, Hg.: Der Wendelstein-Kalender. Ein altbairischer Heimatkalender. Rosenheim 2004. S. 108- 114. Mit Auszügen aus den belletristischen Werken Landgrafs.
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Links
landgrafBiographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
landgrafBishop Artur Michael Landgraf
landgrafStößel, Christian: "Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ – Hollfeld und der 02. April 1945. ..."
landgrafBibliografie theologischer Schriften
Artur Landgraf Zitate
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 20.11.2004