Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Douglass
Frederick Douglass. Narrative of the Life of Frederick Douglass, An American Slave, Written by Himself. in verschiedenen Ausgaben
douglass Wichtige Afro-Amerikanische Autobiographiendouglass Linksdouglass Literatur

Narrative of the Life of Frederick Douglass, An American Slave, Written by Himself wurde erstmals vom Anti-Slavery Office in Boston 1845 herausgegeben und ist die erste Autobiografie von Frederick Douglass (1818 – 1895; zweiter Teil: My Bondage and My Freedom, 1855). In der Einleitung erzählt William Lloyd Garrison (1805 – 1879) wie er Douglass kennenlernte und schildert die Lage der amerikanischen Sklaven um 1845.
Douglass startet seine Biografie im Stil einer Familienchronik. Das ist aufschlussreich, doch man wünscht sich mehr und gerade dann steigert sich Handlung und Stil. Es wird spannend. Man staunt und liest durch bis Frederick in Freiheit ist. Um sich und seine Fluchthelfer zu schonen und seine Tricks nicht zu verraten, schildert er die eigentliche Flucht nicht. Nach all den vorausgegangenen Abenteuern ist das aber nur ein kleiner Wermutstropfen in der großartigen Biografie. Unbedingt lesenswert.
Drei Punkte blieben "über den Tag hinaus" haften:
  1. Frederick zeigt überzeugend auf, daß die Alphabetisierung und Bildung der schwarzen Sklaven und unterdrückter Minderheiten allgemein entscheidend für die Änderung der Umstände ist; stattdessen war es in jenem christlichen Land ein unverzeihliches Vergehen Sklaven das Lesen zu lehren (VII). [War zu dieser Zeit den europäischen Christen bereits das Lesen der Bibel erlaubt?]
  2. Die Übertragung von Macht gebiert schier zwangsläufig unvorstellbare Grausamkeiten. Dieses Prinzip waltete auch im folgenden Jahrhundert weiter. Und im folgenden ...
  3. Die Religiösität des amerikanischen Südens verschlimmerte die Situation. "For of all slaveholders with whom I have ever met, religious slaveholders are the worst" (X). Diesem Zitat geht eine ausführliche Beschreibung des unheilvollen Einflusses der Heilslehre voraus. Im Nachwort relativiert Douglass seine schweren Vorwürfe gegen die Verlogenheit des Christentums (vergleiche die Doppelmoral der Christen in: Stowe, Harriet Beecher. Uncle Tom's Cabin), doch wohl hauptsächlich, weil er seine Freunde im Norden nicht vergrämen wollte und weil Jesus wohl wirklich anderes im Sinne hatte.
"Douglass and other escaped slaves were writing for a white audience. That was the audience that needed to be illuminated". Robert F. Sayre: "Autobiography and the Making of America". S. 166. In: James Olney, Hg.: Autobiography: Essays theoretical and critical. Princeton, NJ: Princeton UP, 1980. S. 146-168.
Links
douglassDouglass, Frederick
Online
Frederick DouglassBerkeley Digital Library
Frederick DouglassAcademic Affairs Library, The University of North Carolina at Chapel Hill
Frederick DouglassElectronic Text Center, University of Virginia Library
Literatur
Sekundärliteratur
Chander, Harish: "Frederick Douglass", in: Nelson, Emmanuel S., Hg.: African American Autobiographers. A Sourcebook. Westport, USA: Greenwood, 2002. S.95-109. Mit ausführlicher Bibliografie.
Matterson, Stephen: "Shaped by Readers: The Slave Narratives of Frederick Douglass and Harriet Jacobs". Soft Canons. American Women Writers and Masculine Tradition. Iowa City: University of Iowa Press, 1999. Karen L. Kilcup, Hg. S. 82-96.
bei amazon nachschauen   bei amazon nachschauen
Frederick  
Frederick Douglass Frederick Douglass, John W. Blassingame (Hrsg.). Narrative of the Life of Frederick Douglass, An American Slave: Written by Himself. Yale Nota Bene 2001. Taschenbuch, 192 Seiten.
Douglass
Frederick Douglass. Narrative Of The Life and Times Of Frederick Douglass. Lushena 2000. Taschenbuch, 124 Seiten.Frederick Douglass
  Frederick Douglass. The Life of an American Slave. Lernmaterialien. Stuttgart: Klett, 1995. Taschenbuch, 48 SeitenFrederick Douglass Frederick Douglass

Frederick Douglass
Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 29.1.2007