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Brand
Max Brand: The Mountain Fugitive
New York: Leisure Books, 1994. Taschenbuch, 253 Seiten – Max LinksMax Literatur
Von Jugend auf pflegt Leon Porfilo den körperlichen Kampf im Wilden westen. Er trainiert hart um auch körperlichen überlegenen Gegner gewachsen zu sein. Doch er legt sich mit einer reichen Rancher-Dynastie an, gewinnt zwar den Faustkampf, aber ihm wird ein Mord angehängt.
Das bewährte Verhaltensmuster bei Western und Krimis: der falsch Verdächtigte muss sich zurückziehen (hier: in die Berge) um von dort aus seine Unschuld zu beweisen. In den Bergen lernt er die blutjunge Margaret kennen.

Pride and prejudice im Wilden Westen
Der Ich-Erzähler Leon ist erfüllt von Stolz und Vorurteilen. Stolz in einem jungen Mann ist für ihn, den Ich-Erzähler, ein Tiger (S. 79). Woher dieses unsägliche Ehrgefühl kommt wird nicht thematisiert.
Da ist es kaum verwunderlich, dass er sich mit der Zeit in gefährliche Händel verstrickt und sich in die Berge zurückziehen muss.  Manchmal musste ich an den jungen Mann in „Märzengrund” von Felix Mitterer denken, der sich aus ganz anderen Gründen in die Tiroler Berge zurückzieht.
Leon Porfilo ist alles unter dem Blickwinkel seines männlichen Stolzes. Für den Namen seiner Freundin Margaret O‘Rourke will er eine Kurzform und kommt auf „Mike” (S. 102). Nun zeigt im US-Amerikanischen der Vorname nicht unbedingt das Geschlecht an (man denke an Sandy und Hilary, die es für beide Geschlechter gibt), aber Mike ist nun doch, entsprechend der Denkart Leons, ziemlich männlich besetzt.
Leon sieht seine Fehler nicht ein. Im Gegenteil: die Gesellschaft hat ihn aus ihrer Mitte vertrieben, meint er, und jetzt verzieht er sich in die Berge. Die Gesellschaft soll die Konsequenzen ihres Fehlverhalten tragen (S. 113). Wie der frierende kleine Bub am Schlittenhang: „Es geschieht meinen Eltern völlig recht, dass es mich erbärmlich an den Händen friert! Warum kaufen sie mir keine Handschuhe!”

Beispiel für die dreifache Verneinung
Max Band liefert in ein prächtiges Beispiel für die dreifache Verneinung:
Mr. O‘Rourke über seine Tochter zu Leon: „.. she don‘t expect to nevr see you no more.” (S. 214)

Verfilmung

Von Max Brand wurden einige Romane verfilmt, Ich fand keinen Hinweis, dass auch The Mountain Fugitive von 1927 verfilmt worden ist. Das wundert mich.
The Mountain Fugitive gewinnt durch den Ich-Erzählerstandpunkt des Protagonisten Leon. Er nimmt allerdings das im Roman geschilderte Geschehen ungefragt hin.
Flott geschrieben und ebenso gelesen, also gut z.B. für eine lange Bahnfahrt geeignet.

Links
Frederick Schiller Faust (1892 - 1944) aka Max Brand: BranddeutschBrandenglisch
Brand Die dreifache Verneinung

Literatur
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Brand BrandMax Brand: The Mountain Fugitive. New York: Leisure Books, 1994. Taschenbuch, 253 Seiten
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 13. September 2021