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Antonio Tabucchi. Erklärt Pereira
Antonio Tabucchi: Erklärt Pereira
München: dtv 1997. Eine Zeugenaussage. Mit einer Nachmerkung des Autors zur zehnten Auflage der italienischen Ausgabe. Übersetzung: Deutsch von Fleischanderl, Karin. 212 Seiten
Lissabon im Sommer 1938 unter faschistischer Diktatur. Im Nachbarland Spanien tobt der Bürgerkrieg, das Deutsche Reich rüstet auf. In diesem Sommer verändert sich das Leben des unpolitischen, lethargischen Kulturredakteurs Pereira allmählich. Er lernt die jungen Widerstandskämpfer (Hitzkopf?) Monteiro Rossi und Marta kennen und unterstützt sie mehr unfreiwillig. Tabucchi versteht es eine eigentümliche Stimmung zu zimmern, wie man sie aus den Jahren des Sozialismus in Ungarn kennt: verklemmt, glimmende Furcht, angepaßt. Als die Ereignisse sich (endlich) zuspitzen, rafft sich Pereira zum großen Schlag auf und muß das Land verlassen. Aus dem Untertitel "Eine Zeugenaussage" und dem monotonen "erklärt Pereira" im ersten Satz jeden Kapitels folgere ich, daß er gefaßt wurde. Die Unterdrückung, Zensur, Bespitzelung gab es nicht nur in Nazideutschland. Es ist eine Gefahr, für die wir immer sensiblisiert sein müssen. Seid wachsam, erkläre ich!
Antonio Tabucchi, am 23. September 1943 in Vecchiano bei Pisa geboren, lehrt als Professor portugiesische Sprache und Literatur und lebt in Genua und Vecchiano.
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