Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Marlen Haushofer
Saar, Ferdinand von: Die Steinklopfer
Rezension. Online im Web
Ferdinand (Ludwig Adam) von Saar (30.9.1833 Wien – 24.7.1906 Wien-Döbling) ist heute nahezu vergessen. Die Steinklopfer von 1874 ist eine frühe sozialkritische Novelle. Nicht mehr der Adel oder die Bürger sind die Hauptpersonen, sondern die unterste Arbeiterschicht beim Bau der Bahnlinie am Semmering. Hauptmanns weitaus bekannteres Sozialdrama "Die Weber" ist von 1892. Von Saar stellt freilich sein Licht unter den Scheffel, wenn er behauptet, er schreibe "nicht etwa, um das harte Los dieser Parias der Gesellschaft, die unsere Dome und Paläste, unsere Unterrichtsanstalten und Kunstinstitute bauen, in grellen Farben zu schildern ... sondern nur, um ein schlichtes Lebensbild aus der großen Masse derjenigen festzuhalten, deren dasein, von schweren körperlichen Mühen überbürdet, im Kampfe um das tägliche Stück Brot meist unbekannt und unbeachtet dahingeht" (Die Steinklopfer). Mit Tertschka und Georg kommen zwei unglücklich Geborene ("Und wohin sollt' ich gehen?" setzte sie mit einem Seufzer hinzu. "Es ist überall nicht gut in der Welt.") erst dann zu einem trauten Heim im Bahnwärterhäuschen, nachdem sie einen Drangsalierer beiseite geräumt haben. Die schlichte Konstruktion spricht vielleicht nicht mehr so an. Die krasse Schilderung der Arbeitsbedingungen muß aber 1874 die Leser aufgerüttelt haben. Lesenswert.
Ferdinand von Saar Ferdinand von Saar
Ferdinand von Saar Ferdinand von saar bei Gutenberg
Ferdinand von Saar Saar, Ferdinand Ludwig Adam von
Ferdinand von Saar Bibliographie
Ferdinand von Saar Die Steinklopfer online bei Gutenberg

Marlen Haushofer
Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 1.3.2003